Regenwürmli…

Hallo Oasenfreunde,

bevor der Arbeitstag richtig losgeht, wollt ich Euch noch eben erzählen, dass wir am Donnerstag tatsächlich Regenwürmer in unserem Komposterdehaufen gefunden haben! Ja, zugegeben, so richtig eine Überraschung ist das nicht, aber trotzdem haben wir uns sehr gefreut! Wir haben den Erdhaufen umsetzen müssen, weil an die Stelle die Kräuterspirale gebaut werden sollte, und jeden Regenwurm, den wir gefunden haben, habn wir in die benachbarten Beete geworfen und sie, um es ihnen einfacher zu machen, gleich mal locker mit Erde bedeckt. Wir können also mit Gewissheit sagen, dass wir wenigstens drei Würmlis im vierten Beet haben! Juhuu! Da steht der Verrottung nichts mehr im Wege. Wer wissen will, wie die Tiere funktionieren, liest hier weiter…

Regenwürmer sind nämlich eigentlich ziemlich spannend. Weniger im Aufbau, denn der ist immer der gleiche:

(hier soll eigentlich ein Bild hin. Aber irgendwie will WordPress nicht. Ihr könnt aber auch hier gucken (klick).)

Spannender ist, wie diese Anneliden mit ihren Körpern aus 60 bis 200 Segmenten uns Gärtnern helfen: Regenwürmer ernähren sich von gefallenem Laub, abgestorbenen Pflanzenteilen, tierischen Abfallstoffen, Erdpartikeln, Humusstoffen, Bakterien, Algen und Pilzen. Sie fressen täglich bis zur Hälfte ihres eigenen Körpergewichts. Bei der Futtersuche graben sich die Regenwürmer durchs Erdreich und belüften es damit. Pro Quadratmeter Boden sind die Gänge bis zu 20 Meter lang und bis zu 7 Meter tief. Perfekt für sie ist ein feuchter, lockerer Boden mit einem pH-Wert von mehr als 3,5 bei Temperaturen von 10 bis 15 Grad Celsius. Da Regenwürmer keine Pfoten zum Graben haben, nutzen sie dafür ihre Längs- und Ringmuskulatur. Sie ziehen die Ringmuskeln im Vorderteil ihres Körpers zusammen und werden auf diese Weise ganz dünn. Dieses dünne Ende wird in eine Lücke in der Erde gesteckt. Dann spannt sich die Längsmuskulatur an: der Regenwurm wird dick und stemmt mit dem 50- bis 60-Fachen seines Körpergewichts die Erde zur Seite. Den entstehenden Gang kleidet er mit seinem Kot aus. Dieser Kot ist ein wahres Naturwunder: er neutralisiert den pH-Wert des Bodens, weist sehr viel mehr Stickstoff, Phosphat und Kalium auf als die umliegende Gartenerde und enthält sogenannte Ton-Humus-Komplexe, die für eine feinkrümelige Bodenstruktur sorgen und bei Regen nicht ausgewaschen werden. Deren Nährstoffe stehen den Pflanzen als Depot über längere Zeit zur Verfügung. Durch die vielen Gänge werden die Nährstoffe überall verteilt, so dass Pflanzenwurzeln kräftig wachsen können.
Regenwürmer sind ein Segen für den Gärtner. Der spart sich nämlich das Umgraben und Düngen. Auch braucht er weniger Wasser zum Gießen, denn der Boden nimmt das Wasser wie ein Schwamm auf und speichert es.

So, jetzt wissen wir auch das. Es gibt übrigens in Deutschland 39 Regenwurmarten! Also nix mit „der Regenwurm“.

Alles Liebe

Anna

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