Warum eigentlich Hochbeete?

Ich habe ja schon erwähnt, dass wir Hochbeete in unseren Garten gebaut haben und noch bauen werden. Warum eigentlich?

Unabhängig von den vielen Vorteilen, die ein Hochbeet hat, gibt es folgenden Hauptgrund:

Helle Oase Boden

Wer hätte Lust, diesen Boden auf- und umzugraben? Richtig, niemand. Wir haben es hier mit einer Fläche zu tun, auf der bei den Sanierungsarbeiten der umliegenden Plattenbauten die großen Betonteile gelagert wurden. Der Boden ist also schon mal gut verdichtet. Zusätzlich wurden die übriggebliebenen Platten vermutlich…offensichtlich…einfach zerbröselt und gleichmäßig verteilt. Deshalb ist auf dem Grundstück nicht viel mit buddeln.

Aber Hochbeete an sich sind klasse, und deshalb bin ich sogar ganz froh über diesen Boden.

Hochbeete sind nichts anderes als große Kästen, die in spezieller Weise mit organischem Material und Erden gefüllt sind. Der Kasten selbst ist üblicherweise aus Holz, bevorzugt natürlich aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Es sollte mit umweltverträglichem und ungiftigen Holzschutzmittel behandelt sein, um dem Verwittern vorzubeugen. Aus dem gleichen Grund kann man die Holzkästen innen auch mit Folie auskleiden. Die Wände können aber auch aus anderen Materialien gemacht werden. Ich denke da an Naturstein, Kunststoffplatten etc.

Man füllt diesen Kasten dann schichtweise. Ganz unten verteilt man grobe Äste und Zweige. Darüber kommen Häckselgut, Grasschnitt, Laub und Stroh, gerne auch mal umgedrehte Grassoden. Mit anderen Worten: organischer Abfall aus dem Garten. Deswegen baut man Hochbeete gern im Herbst, da hat man ausreichend davon. Darüber schichtet man dann eine Lage Rohkompost, dann eine Lage fertigen, reifen Kompost. Voilà. Jede Schicht ist 20-30cm dick, das hängt auch ein wenig davon ab, wie hoch das Beet eigentlich sein soll.

HochbeetschichtungIm Laufe der Zeit verrottet das organische Material in dem Kasten. Dabei werden Nährstoffe und Wärme freigesetzt, was unseren Pflanzen natürlich sehr gefällt. Wir können schon früher im Jahr aussäen und länger als üblich ernten. Gegenüber einem Flachbeet ist ein Hochbeet 5 bis 8 Grad wärmer. Das liegt an der Sonneneinstrahlung von drei Seiten und an der Verrottungswärme im Inneren des Beetes. Damit können wir die Ernteerträge verdreifachen!

Nach und nach sackt die Füllung zusammen, so dass ab und an mit Komposterde aufgefüllt werden muss. Leider ist nach etwa 5 Jahren der Verrottungsvorgang abgeschlossen, so dass dann das Beet erneuert werden muss. Aber bis dahin ist wieder genug Gartenabfall vorhanden 😉

Die Vorteile eines Hochbeetes nochmal auf einen Blick (und das sind sicher nicht alle):

• Der Anbau von Obst und Gemüse ist auch auf ungünstigem steinigem Boden möglich – so wie hier in der Hellen Oase.
• Die spezielle Schichtung der Beete sorgt für bessere Wärmeverhältnisse im Beet. Man kann früher im Jahr anfangen zu ernten und erntet bis in den späten Herbst hinein.
• Gegärtnert wird in einer sehr bequemen Arbeitshöhe. Bücken und Hinknien entfallen. Der Rücken bleibt gerade und gesund.
• Umgraben entfällt. Die Beete sind speziell geschichtet. Diese Schichten dürfen nicht durcheinander gebracht werden.
• Gartenabfälle und Grünschnitt können hervorragend mit in die einzelnen Schichten eingearbeitet werden.
• Der Schneckenbefall ist geringer, weil die Schnecken ungern am rauhen Holz des Beet-Kastens hochkriechen.

Man findet unglaublich viele Infos über Hochbeete, Bauanleitungen, Schichtungshinweise, Bausätze zum Kaufen und so weiter. Wir werden in der Hellen Oase verschiedene Hochbeet-Typen ausprobieren und über Erfolg und Misserfolg berichten. Versprochen.

Alles Liebe

Anna

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s